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24.02.2007: Götzfried wächst unter dem Allgeier-Dach weiter
Boom im IT-Bereich soll Umsatz und Mitarbeiterzahl um 30 Prozent nach oben treiben / Synergie mit Schwesterfirmen
Die Goetzfried AG macht ihrem Gründer Thomas Götzfried auch nach dem Verkauf an die Allgeier-Holding große Freude.
Er steht weiter an der Spitze des Unternehmens.
Foto: Archiv
Adelheid Omiotek
WIESBADEN Die Wiesbadener Goetzfried AG, die im August 2006 unter das Dach der Allgeier-Holding AG geschlüpft ist, verbucht weiter satte Zuwachsraten. "Wir befinden uns in einem extrem guten Markt," beschreibt Firmengründer und Vorstandsvorsitzender Thomas Götzfried im Gespräch mit dieser Zeitung die Lage. Der Aufschwung am IT-Markt und der Ingenieurmangel beschere dem Wiesbadener Dienstleister für Fachpersonal der Informationstechnik eine gute Nachfrage. Götzfried hält somit eine Wachstumsrate von 30 Prozent beim Umsatz und der Mitarbeiterzahl im Jahr 2007 für möglich.
Die Entscheidung über den Einstieg der Münchner Allgeier Holding AG hat er nach eigenen Angaben nicht bereut. "Unter dem Dach der Holding können wir mit Schwestergesellschaften im Bereich Zeitarbeit zusammenarbeiten und wir sind gerade dabei Synergien auszuloten", freut sich Götzfried. Der Dienstleister für die Rekrutierung und das Management von IT-Personal und Ingenieuren profitiere davon, dass der Trend bei großen Firmen zur "Lieferantenkonsolidierung" geht. Das gelinge im Verbund mit anderen Allgeier-Firmen sehr gut. Allgeier beschäftigt insgesamt rund 4000 Mitarbeiter im klassischen Bereich der Zeitarbeit und etwa 1000 im Verleih von IT-Fachleuten. Die Münchner erwarten früheren Angaben zufolge für das abgelaufene Geschäftsjahr einen Umsatz von 140 Millionen Euro, wobei die Erlöse der Goetzfried AG mit dem letzten Quartal erstmals einbezogen werden.
Thomas Götzfried, der sich nach der Übernahme zunächst für drei Jahre als Vorstandsvorsitzender der Goetzfried AG verpflichtet hat, hat mit seinem Unternehmen 2005/2006 (30. Juni) einen Umsatz von 36 (Vorjahr: 29) Millionen Euro mit 450 (410) Mitarbeitern erreicht. Fest angestellt sind nunmehr 58 Mitarbeiter, darunter 40 in Wiesbaden. Das Gebäude an der Parkstraße sei bis auf den letzten Platz besetzt. Von dort und den Filialen aus werden über 200 Kunden mit einem Netzwerk von 20 000 IT-Spezialisten und Ingenieuren in zeitlich befristeten Projekten (im Durchschnitt neun Monate) aus betreut.
Zum Kundenkreis von Goetzfried gehören große Finanzfirmen wie die Allianz, die Dresdner Bank, die Sparkassenversicherung und die Kreditanstalt für Wiederaufbau ebenso wie Handelsfirmen. Aber auch mit der hessischen Zentrale für Datenverwaltung ist Goetzfried beim E-Government für die hessisches Landesregierung im Geschäft. Mit dem Land Hessen ist Goetzfried auch bei der kommenden Cebit in Hannover präsent.
Nachdem vor drei Jahren für viele IT-Berufler ein absoluter Tiefpunkt erreicht worden sei, gebe es jetzt wieder einen regelrechten Boom. Deshalb hält Götzfried die angepeilten 30 Prozent Wachstum für realistisch: "Wir gehen Richtung 50 Millionen Umsatz". Die erzielten Gewinne blieben im Unternehmen und würden reinvestiert, betont er. Die Umsatzrendite vor Steuern liege gegenwärtig bei knapp fünf Prozent, sie dürfte in den nächsten Jahren aber wieder steigen, da sehr viel in neue Systeme, Portale und auch Niederlassungen investiert worden sei. Götzfried kann sich vorstellen, dass die Muttergesellschaft Allgeier demnächst die Mitarbeiterzahl auf 10 000 verdoppelt. Hier formiere sich ein bedeutender "Player" am Zeitarbeitsmarkt, ist er überzeugt. Auch wurde mit der Andersen-Gruppe ein weiteres Unternehmen zugekauft. Allgeier suche deshalb derzeit eine "Klammer" und einen neuen Namen für das Gesamtunternehmen, so der IT-Fachmann.
Quelle: Wiesbadener Kurier




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